Manchmal braucht ein gutes Bild einfach ein bisschen Zeit.
Auf Borkum, der größten der Ostfriesischen Inseln, läuft die Zeit auch etwas langsamer. Die Dünenlandschaft der Insel wird immer wieder durch kleine Mischwäldchen mit bizarr anmutenden, vom Wind geduckten alten Bäumen unterbrochen.
Hier war ich mit meiner 4×5 Inch Großbildkamera unterwegs. Diese Kamera funktioniert noch ganz ohne Display, Autofokus oder die Möglichkeit, das Bild direkt danach zu kontrollieren. Stattdessen heißt es: 6-8 Kg Rucksack und Stativ schleppen, Kamera aufbauen, den richtigen Ausschnitt finden, die Kamera einstellen, Belichtung messen und sich die Zeit nehmen.
Fotografieren fühlt sich damit ganz anders an.
Man überlegt genau, bevor man auslöst. Man kann nicht einfach zehn Bilder machen und sich später das Beste aussuchen. Ein Magazin enthält genau zwei Blätter Film.
Und genau das macht für mich den Reiz aus.
Nach dem Auslösen bleibt erstmal nur die Frage: Ist das Bild so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe?
Das sieht man erst später.
Und das ist dabei herausgekommen:






Hier ein kurzes Making-of-Video:




